Samadhi-Momente

Erleuchtung Sunny Mind Yoga Blog

Was erleuchtet dich?

All die Asanas und Übungen, die wir in unseren Yogakursen so üben, dienten ursprünglich nur einem Zweck. Sie sollten den Yogi körperlich fit und gesund machen, damit dieser lange Zeit im Meditationssitz ausharren kann, ohne zum Beispiel Rückenschmerzen zu bekommen.

 

Die langen Meditationen haben das Ziel der kompletten Transformation - der ERLEUCHTUNG! Der Meditierende wird Eins mit dem Universum. Sein Geist ist befreit von allen weltlichen Spuren und er ist lösgelöst von seinem Ahamkara, seinem Ego, das immer wieder neue Wünsche äußert und sein Glück stets im Außen sucht.

Als ich begann, mich eingehender mit der Thematik zu befassen, wurde mir immer klarer, dass das Streben nach der Erleuchtung selbst unheimlich verbissen sein kann.

Ich frage mich, ob manch ein Yogi durch das ausschließliche Fokussieren auf dieses (möglicherweise gar nicht erreichbare) Ziel hin nicht vielleicht die kleinen, besonders feinen Momente der Erleuchtung übersieht, die uns Allen im Leben begegnen.

WAS BEDEUTET SAMADHI (ERLEUCHTUNG) FÜR MICH?

Kathi Sunny Mind Yoga Erleuchtung

Ich suche und finde meine erleuchtenden Momente in den (vermeintlich) kleinen Dingen des Lebens. Meistens passieren diese Momente ganz plötzlich.

Ich habe festegestellt, dass ich diese Glücks-Peng-Wow-Augenblicke oft mit Tieren erlebe.

 

Zum Beispiel, wenn ich einen Hund streichle... Ich war im Dezember 2015 im Sauerland bei einem Husky-Trekking. An dem Tag war es nass, neblig und ganz usselig. Dort bin ich erst stundenlang mit dem Rudel Huskies durch den Sauerländer Wald gelaufen und anschließend hatten wir Zeit, mit den einzelnen Tieren in Kontakt zu treten. Ich streichelte die Hunde, spielte mit ihnen und setzte mich dann auf eine Bank, um mal durchzuatmen.

 

Plötzlich kam Manapi auf mich zu - er war der Rudelführer der Huskies. dabei gar nicht laut oder besonders herrisch - er wirkte eher sanft, dabei trotzdem respekteinflößend.

Er kam ganz nah zu mir - was eigentlich untypisch für ihn war, wie mir der Leiter der Tour später sagte - und setzte sich auf meine kalten Füße. Er schmiegte sich an meine Beine und wir kuschelten. Ich streichelte ihn, fühlte seine Wärme und er hob immer wieder den Blick zu mir und schaute mich mit seinen klaren, eisblauen Augen an.

 

In diesem Moment - wie lange er ging, weiß ich gar nicht genau - war ich einfach nur da. Alles war zeitlos, mein Geist war still. Ich war Eins mit diesem lieben, wunderbaren Wesen, das da bei mir war. 

Vielleicht fragst du dich jetzt, was denn Potential hat, (d)ein Moment der Erleuchtung zu sein? Ich glaube, nahezu Alles.

 

Vielleicht ist es während deiner Urlaubsreise, Wenn du am Strand liegst, die Augen schließt und im Rauschen des Meeres aufgehst. Oder während du in der Natur spazieren gehst, stehen bleibst und nach oben schaust - wo die Sonne zwischen den Baumkronen hindurchscheint und eine sanfte Brise frischer Waldluft deinen Nacken entlangstreicht.

 

Eventuell passiert es auch, während du gerade in einem Club abtanzt, die Musik deinen Körper durchdringt und du dich intuitiv und losgelöst bewegst - die Welt um dich herum einfach vergisst. Oder in deinem Shavasana am Ende einer intensiven Yogastunde. Oder durch tollen Sex. Oder, oder, oder...

Kathi Emmler Sunny Mind Yoga

Vielleicht fällt dir auch - während du diesen Blogpost liest - ein Moment ein, der im Nachhinein betrachtet ein Samadhi-Moment war, du ihn zu diesem Zeitpunkt nur nicht als solchen wahrgenommen hast. Eigentlich ist es auch ganz egal, welche dieser Sparkling-Momente du in deinem Leben hast. Genieße sie einfach!

 

Mein (Herzens-)Anliegen und der Hauptgrund, weshalb ich diesen Text verfasst habe, ist es, zu verdeutlichen, dass auch die wunderbaren, kleinen Momente erleuchtend sein können - wohl sogar wesentlich erleuchtender als eine verbissende Suche nach DER endgültigen Erleuchtung, die für den Großteil von uns vermutlich ohnehin nicht erreichbar ist...

Abschließend möchte ich Dir, liebe Leserin, lieber Leser mit auf den Weg geben, einfach locker zu bleiben. Die Augenblicke zu genießen und unverkrampft die schönen Dinge des Lebens einzufangen.

 

Dann ergibt sich Samadhi ganz von selbst. Ob nun in der Natur, der Disco, mit Menschen oder Tieren, oder auf der Yogamatte... :o)

 

shine bright!

Kathi

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Kommentare: 1
  • #1

    Angela (Freitag, 26 August 2016 07:47)

    Hallo Kathi,

    das ist sehr schöne geschrieben und trifft es für mich auf den Punkt :) Es ist wichtiger die vielen kleinen Momente wahr zu nehmen und zu genießen als auf DEN großen Moment oder gar die Erleuchtung zu warten. Dabei kann einem doch so viel schönes durch die Lappen gehen.

    Sonnige Grüße
    Angela