Meine Ausbildung zur Yogalehrerin bei Sunny Mind Yoga

Eine Reise zu mir selbst.

von Christine Thiede

Wenn man mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich jetzt (fast) Yogalehrerin bin, ich hätte nur ungläubig gelacht. Und nun sitze ich hier und die achtmonatige Ausbildung bei Sunny Mind Yoga ist schon so gut wie vorbei. Heute werde ich meine letzte Yogastunde sammeln und am Wochenende mein Zertifikat in den Händen halten. Mit diesen Zeilen möchte ich diese ganz besondere Zeit Revue passieren lassen. Ich möchte dir erzählen, wie die Ausbildung zur "200 Stunden Vinyasa Yogalehrerin" mich auf meinem Yogaweg und persönlich weitergebracht hat. Dabei handelt es sich natürlich um ganz subjektive Eindrücke und Erfahrungen. Aber vielleicht geben sie dir ja einen Einblick, wie es sein kann, wenn du ebenfalls mit dem Gedanken spielst dich zur Yogalehrerin/zum Yogalehrer bei Sunny Mind Yoga ausbilden zu lassen. Oder du findest dich an der einen oder anderen Stelle wieder und hast Ähnliches während deiner eigenen Ausbildung erlebt.

Zurück auf Anfang...

Da sitze ich eines schönen Sonntagnachmittags im August 2018 auf dem Sofa, stöbere zum wiederholten Mal in den Details zur Yogalehrer-Ausbildung auf der Website von Sunny Mind Yoga, und – schwupps! – schicke ich die Anmeldung doch tatsächlich ab! Im ersten Moment kann ich gar nicht fassen, dass ich das wirklich getan habe. Ich hatte ja schon länger so einen Wunschgedanken, der sich tief in mir drin festgesetzt hatte: „Es wäre schon toll eine Ausbildung zur Yogalehrerin bei Sunny Mind Yoga zu machen...“ Eigentlich seit ich den begeisterten Erzählungen einiger Teilnehmer des vorherigen Ausbildungsjahrgangs in der Teeecke im Studio gelauscht hatte. Aber so richtig getraut diese Möglichkeit ernsthaft für mich selbst in Betracht zu ziehen, hatte ich mich bis dato nicht. In dem Moment auf dem Sofa letzten August bin ich dann einem ganz starken inneren Impuls gefolgt. Und hab es einfach gemacht. 

Ich hab mich getraut - und jetzt?

Zugegebenermaßen kam sie dann doch hoch, die Angst vor der eigenen Courage. In die Vorfreude auf den Start der Ausbildung mischten sich Selbstzweifel: „Bin ich schon gut genug auf der Matte? Was, wenn ich am Unterrichten scheitere? Schließlich ist meine Motivation doch in erster Linie so viel wie möglich über Yoga zu erfahren und ich weiß noch gar nicht, ob ich tatsächlich mal als Yogalehrerin arbeiten will...“ Diesen letzten Satz zu meinen Beweggründen höre ich mich auch am ersten Ausblidungswochenende im September 2018 in der Vorstellungsrunde sagen. Rückblickend finde ich es lustig, wie anders ich das heute sehe. Wie es dazu kam? Dazu später mehr :-) Erst einmal möchte ich dir berichten, wie die Ausbildung so gestaltet war.

Das Sunny Mind Feeling

Ja, das „Sunny Mind Feeling“, wie ich es nenne – dieses gewisse Etwas, was mich damals, im August 2017, schon dazu bewogen hatte mich als Yogini im Studio anzumelden – ich habe es auch in der Ausbildung wiedergefunden. Ein großes handgemaltes Willkommensplakat und ein frischer Blumenstrauß, mit einer Blume für jeden einzelnen Trainee, erwartete uns. Dazu ein sorgfältig gestaltetes Workbook. Eben diese Herzlichkeit, Wärme und persönliche Leidenschaft, mit der uns Kathi, Helene und Nina begegneten zeigten mir von Anfang an, dass es die richtige Entscheidung war meine Ausbildung bei Sunny Mind Yoga zu machen. Und ich spürte, dass es den anderen Teilnehmern ähnlich ging. Obwohl wir alle ganz unterschiedliche Menschen aus ganz verschiedenen Kontexten sind, vereinte uns doch während der gesamten Ausbildungszeit ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl, das auch darüber hinaus anhält, und der Wunsch uns in einem authentischen, liebevollen Umfeld weiterzuentwickeln. Nach meinem Empfinden schweißte uns dieser gemeinsame Weg von Monat zu Monat, von Ausbildungswochenende zu Ausbildungswochenende mehr zusammen, und doch hielt er für jeden ganz individuelle Erkenntnisse bereit.  

Praxis, Anatomie, Geschichte, Philosophie und Didaktik...

Vollgepackt mit neuem Wissen war die Ausbildung. Was sind die Wurzeln des Yoga? Welche sind die wichtigsten Yogastile und welche Persönlichkeiten haben sie begründet und weiterentwickelt? Welche philosophischen und spirituellen Elemente finden sich im Yoga wieder? Welchen Effekt kann Yoga auf die physische und psychische Gesundheit sowie die Persönlichkeitsentwicklung haben? Was sind die grundlegenden Asanas? Wie führe ich sie korrekt aus? Welche Muskeln und Gelenke werden dabei beansprucht? Was sind körperliche Gegenanzeigen für die Ausübung einer bestimmten Asana? Was zeichnet Vinyasa Yoga aus? Wie baue ich eine Stunde auf und wie gehe ich am besten mit meinen Schülern um? Diese und viele weitere Fragen wurden uns in der Yogalehrer-Ausbildung beantwortet. Und dabei kam auch das kritische Hinterfragen nie zu kurz. Das fand ich ganz besonders toll! Ich hatte nie das Gefühl etwas vorgekaut zu bekommen. Immer war Raum für gemeinsames Diskutieren. Natürlich haben wir das Gelernte auch regelmäßig praktisch auf der Matte umgesetzt. Die Ausbildungszeit war mit vielen wundervollen Flows gespickt. Für mich war es eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis, aus selbst erarbeiten und begleitet werden, aus ausprobieren und Feedback bekommen. Sehr wertvoll waren für mich die Traineestunden, die wir für echte Schüler im Beisein unserer Mentorin unterrichten durften und die anschließenden Impulse und Profitipps. 

"Great things never came from comfort zones"

… einer dieser schönen Instagram-Sprüche, aber es ist was dran, dass weiß ich spätestens seit dieser Ausbildung. Ich will nicht drumherum reden: Es war massig Input und manchmal hat mir der Kopf ganz schön geschwirrt. Es gilt Einiges zu beachten beim Yoga unterrichten :-) Muskelkater dann und wann nicht zu vergessen :-)) Während der Ausbildung habe ich mich zahlreichen Herausforderungen gestellt. Zum Beispiel vor einer Gruppe zu sprechen, meinen Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen, „fremde“ Menschen beim Hands on und Assist zu mit der richtigen Intensität und Einfühlsamkeit zu berühren, Kritik zu bekommen, Prüfungssituationen und eine 75-minütige Yogastunde mit allem Drum und dran zu unterrichten (ganz schön anstrengend ;-)). So hat die Ausbildung mich auch immer wieder mit einem unangenehmen und hartnäckigen kleinen (und manchmal auch größeren) Gesellen konfrontiert – meinem Ego. Es haben sich neue Türen geöffnet, hinter denen sich freudige Überraschungen für mich verbargen, aber auch alte, die ich im ersten Moment lieber verschlossen gehalten hätte – nämlich die, hinter denen meine Ängste lauern. Was ich schon ansatzweise als Schülerin auf der Yogamatte gespürt hatte, hat mir die Ausbildung und das damit verbundene intensive Auseinandersetzen mit meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele ganz deutlich offenbart: Sich auf den Yogaweg begeben, bedeutet eben auch manchmal beschwerliche Aufstiege hinter sich zu bringen, Abgründe zu durchschreiten, hinzufallen und wieder aufzustehen, einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück zu gehen. Aber nach jeder Herausforderung, die ich gemeistert hatte, fühlte ich mich freier und stärker und mehr bei mir selbst. Und siehe da, bald merkte ich: Unterrichten macht so viel Freude! Yoga hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Körper, sondern auch auf Geist und Seele. Andere beim sich Vorarbeiten zum eigenen, wahren, strahlenden inneren Kern begleiten zu dürfen – das ist es ❤ 

Meine ganz persönlichen Highlights

Während meiner Ausbildung bei Sunny Mind Yoga habe ich gelernt…

 

❤ dass mich oft nur meine Gedanken und Glaubensmuster daran hindern, etwas zu schaffen

❤ wie erfüllend es ist anderen etwas Gutes zu tun

❤ dass authentisch sein der Schlüssel zur eigenen Zufriedenheit ist

❤ mich selbst wertzuschätzen statt mich zu bewerten

❤ wie wichtig es ist dem Ruf meines Herzens zu folgen und ihm zu vertrauen

Das Ende meiner Yogareise?

Bestimmt nicht! Der Weg ist das Ziel, und auf dem Yogaweg gibt es doch immer wieder Neues zu entdecken. Ich spiele schon mit dem Gedanken einer Zusatzausbildung. Die 200 Stunden Ausbildung beende ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge und würde sie hier jederzeit wieder machen. So sehr ich mich bemüht habe, aber ich habe das Gefühl meine Worte reichen nicht aus um zu beschreiben, was sie mir bedeutet hat. Also einfach aus tiefstem Herzen Danke, liebe Kathi, liebe Helene und liebe Nina ❤ 

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